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Freitag, 15.08.2008, 21:13

Während sie die Rolltreppe hinunterfuhr, um die andere Straßenseite des Ringes zu erreichen, musste sie daran denken, wie sie immer nach den Vorlesungen aus der Uni raus rannten und zwischen den Autos hindurch die Ringstraße überquerten – es war damals schon nicht erlaubt, aber er sagte schon die letzten Meter vor dem Ausgang der altehrwürdigen Alma Mater Rudolphina „komm, schnell, wer ist schneller“ und rannte schon los. Er rannte blitzschnell und affengewandt zwischen den Autos hindurch, schnitt Grimassen zu den Autofahrern und warf den weiblichen Autofahrerinnen Kusshändchen zu, die meisten lachten. Sie hüpfte hinter ihm her wie ein ungelenkiges Fohlen, hatte entsetzliche Angst und wurde dann auch prompt angehupt. Sie war immer wieder froh, wenn sie die andere Straßenseite erreicht hatten.

Er liebte es immer, Ungewöhnliches, knapp an oder jenseits der Grenze des Erlaubten zu tun.

„So wie immer“ hatte er zu ihr am Telefon gesagt, das Cafe Landtmann war damit gemeint, ihr „Hauptwohnsitz“ während der Zeit, die sie zusammen studierten.

„So wie immer“ hatte er gesagt, so, als wäre dieses „so wie immer“ ein fixer Bestandteil ihres Lebens, eine liebe Gewohnheit, eine Regelmäßigkeit, eine Selbstverständlichkeit und nicht ein Wiedersehen nach mehr als 20 Jahren.

Wie er wohl ausschaut, dachte sie, sie hatte ihn noch ganz genau in Erinnerung, so als wäre es gestern gewesen, stand er vor ihrem geistigen Auge. Sie könnte jede Einzelheit in diesem Gesicht beschreiben, die Augen, strahlend und unbekümmert, immer in Bewegung auf der Suche nach Neuem, Unerforschtem, sein Mund, immer bereit zum Lachen, die Mundwinkel, immer in Bewegung, amüsiert, leicht spöttisch oder auch abwertend. Er war immer schnell da mit einem Urteil.

Sie steuerte absichtlich nicht die Ecke an, in der sie damals immer gesessen hatten, sie nahm Platz an einem Tisch auf der anderen Seite.

Damals waren ihre Besuche im Café Landmann vom Countdown des Taschengeldes abhängig. Er hatte immer Geld, er verschaffte sich mit den abenteuerlichsten Jobs einen gewissen studentischen Wohlstand. Sie teilte ihr Taschengeld sorgfältig ein um sich diesen Caféhaus-Luxus leisten zu können.

Als er bei der Tür hereinkam, war es kurz so, als wäre es wirklich vor zwei Wochen gewesen, als sie sich das letztemal hier getroffen hatten. Er hat sich kaum verändert, er ist sogar noch interessanter geworden, weil alles, was seine Anziehung von damals ausmachte, nunmehr gefestigt war. Damals war es eine Andeutung, eine Vermutung, wie er später einmal sein könnte. Es war kein Ansatz mehr, es war Gelebtes, man sah, dass dieser Mann ungewöhnlich war.

Seine Begrüßung war sehr herzlich, er nahm sie in die Arme, drückte sie an sich, freute sich und sagte zu ihr „altes Mädchen“ – nein, so hatte sie sich das nicht vorgestellt. Aber sie hatte ja immer das Gefühl, dass er ihr überlegen war, dass sie nicht „genügte“, dass sie zu wenig hübsch, zu langsam, zu einfallslos, zu langweilig, zu humorlos war, es waren einfach immer zu viele „zu`s“. Und jetzt war sie ein altes Mädchen für ihn.

Von einem Tag auf den anderen hatte er damals das Studium hier abgebrochen und nahm die Chance war, die ihm ein Stipendium in Amerika bot.

Er sagte es ihr zwei Tage vor seiner Abreise, er war so überglücklich und euphorisch, dass er wahrscheinlich überhaupt nicht daran dachte, sie könnte sich kränken. Er hatte sie in seine Überlegungen überhaupt nicht miteinbezogen, schon gar nicht in seine Entscheidung.

Sie liebte ihn verzweifelt, sie schliefen miteinander und der Schweiß ersetzte die Tränen und die Verlustangst ersetzte die Leidenschaft.

Er erzählte von seinem Job an der University of California, San Diego, wo er Vorlesungen in seinem Spezialgebiet, Sportmedizin hielt, aber meistens war er viel unterwegs und betreute Spitzensportler. Seine Familie lebte in San Diego, er überall auf der Welt.

Das wäre auch ihr Schicksal geworden, überlegte sie, wenn sie ein Paar geworden wären, sie wäre irgendwie die Studienfreundin geblieben, mutiert zur Ehefrau und Mutter, aber sie hätte sich nicht weiterentwickelt an seiner Seite, weder persönlich noch beruflich, es wäre neben ihm nicht möglich gewesen. Sie wäre über Jahrzehnte seine Bewunderin geblieben, sein Fanclub, sie hätte aber nie das Gefühl gehabt, ihm ebenbürtig zu sein, fachlich nicht und persönlichkeitsbezogen auch nicht.

Während sie so vor sich hindachte, fiel ihr auf, wie unverändert er eigentlich war. Das Gesicht hat die Ausdrucksmöglichkeiten nur weiterentwickelt, verdichtet, sie kannte jedes Lächeln, jedes Schmunzeln, jedes erstaunte Brauenhochziehen und noch immer schwoll die Ader auf seiner Stirn an, wenn er lachte – und sie konnte sich gut erinnern – auch wenn er zornig war oder sich anstrengte, diese Ader lief unübersehbar schräg über seine Stirn, quasi wie ein Gefühlsbarometer, absolut zuverlässlich.

Er hatte sich etwas Jungenhaftes behalten, er strahlte Selbstsicherheit ohne Überheblichkeit und gleichzeitig Unbekümmertheit aus. Eine sehr anziehende Mischung bei einem Mann.

Es ist ihm immer alles zugeflogen, dachte sie – nicht ganz neidlos. Sie hatte sich ihren Job als Primaria hart erkämpfen müssen und schlussendlich hat sie dieser Erfolg nicht glücklich gemacht und die Vorstellungen, die sie einmal von ihrem Beruf hatte, wurden schnell von der Realität neutralisiert und korrigiert, aber sie hatte keinen Mut für ein Zurück und eigentlich auch keine Perspektive.

Als sie sich verabschiedeten fühlte sie sich innerlich leer, so, als hätte sie ihr Leben vergeudet, so als wäre es an ihr vorübergegangen. Sie kam sich klein und bieder vor, die große weite Welt hatte sich ihr nicht geöffnet, sie hatte keine Chancen oder sie hatte sie nicht wahrgenommen.

Sie war noch immer in Gedanken als sie die Haustüre aufschloss. Ihre Tochter kam ihr entgegen und sagte „da bist du ja endlich, Mami, wo hast du denn gesteckt, warum schaltest dein Handy aus, du hattest doch keinen Dienst“

„Nein sagte sie, ich habe eine Freundin getroffen“

„Na und – da musst du dein Handy abschalten, was war denn so wichtig“? Also, es gibt fantastische Neuigkeiten, ich habe ein Stipendium für die University of California in San Diego bekommen. Ist das nicht wunderbar?"

„Nein“, sagte ihre Mutter schroff, so schroff, dass sie selbst erschrak darüber, „nein, das ist überhaupt nicht wunderbar.“

„Mami jetzt bist du wieder kleinkariert, ich bin doch kein Kind mehr, das ist eine unwahrscheinliche Chance, die Sportmedizin hat ein heute noch gar nicht absehbares Zukunftspotential - du bist doch nie über dein Spital hinausgekommen, du kannst das doch gar nicht beurteilen.“

„Ja, du hast recht“, jetzt schrie sie fast, „ich bin nie über mein Spital hinausgekommen, weil ich nie tun konnte, was ich wollte und weil ich immer Rücksicht auf jemanden genommen habe.“

„Ja, und jetzt spielst du die Opferrolle und verlangst von mir, dass ich Rücksicht nehme. Du bist egoistisch, ich lasse mich von dir nicht einengen, diese Chance werde ich nicht vorübergehen lassen – sie wurde immer lauter und immer wenn sie sich ärgerte, verlief diese Ader über ihre Stirn. Ein absolut verlässliches Stimmungsbarometer.